Die Soforthilfe: mitteltiefe Peelings

Kennen Sie das? Pigmentflecken und Trockenheitsfältchen nach den Ferien. Man fühlt sich erholt, aber die Haut sieht gestresst aus. Freie Radikale haben gewirkt, Kollagen wurde abgebaut und Melanozyten, die pigmentherstellenden Zellen, wurden aktiviert. Was ist zu tun?

Jetzt gilt es, die Haut zu regenerieren. Retinolhaltige Seren mildern die Merkmale der Hautalterung und verringern die Melaninproduktion. Eine erste Verbesserung zeigt sich nach 2-3 Wochen. Die Pigmentflecken sind aber nicht einfach verschwunden, denn tieferliegende Pigmente müssen mit mehreren Hautzyklen von den Basalzellen zur Hautoberfläche hinaufwandern, um oben abgestossen werden zu können. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern.

Mitteltiefe Peels -- nicht für daheim

Wenn es schnell und eindrücklich gehen soll, wenn Pigment und kleine Falten reduziert werden sollen, dann ist ein mitteltiefes Peeling eine gute Wahl. Man häutet sich und verabschiedet sich von seiner alten Haut. Wie bei den meisten Antiaging-Verfahren geht es auch hier um die Aktivierung einer Selbstheilungskaskade, die eine neuere, besser organisierte und dickere Haut hervorbringt. Aber weil sich ein Teil der Hornschicht ablöst, muss sich die neue Haut viel schneller bilden.

Welches Peeling gewählt wird, hängt vom gewünschten Effekt ab und von der Zeitspanne, welche für die Heilung zur Verfügung stehen darf. Bei mitteltiefen Peelings verkriechen sich die meisten Leute daheim, damit niemand den Häutungsprozess sieht. Wir nicht, es bereitet uns Vergnügen, unsere Nachbarn zu erschrecken.

Die Wirkung von mitteltiefen und tieferen Peelings beruht auf winzigen Verletzungen, welche eine Selbstheilungskaskade auslösen. Wiederholt durchgeführte Peels verdicken die Haut nachweislich. Die Epidermis wird insgesamt dicker, die basalen Zellen zeigen weniger Abweichungen von normalen Zellen, sie sind also in einem besseren Zustand als vor dem Peel. Auch die Rete-Leisten am Übergang der Epidermis in die Dermis sind stärker wellenförmig geschwungen. Abgeflachte Ausstülpungen bringt man mit älterer Haut in Verbindung. Nach dem Peel strahlt die Haut ebenmässiger und verjüngt.

Trichloressigsäure (TCA) gehört in geschulte Hände, da die Anwendung eine sehr genaue Beurteilung der Eindringtiefe und der Hautschichten erfordert.

Peelings für daheim

Als chemische Peelings zum selber Peelen eignen sich die oberflächlich wirkende, fettlösliche Salizylsäure (BHA) und Alphahydroxysäuren (AHA) zu denen Fruchtsäuren zählen.

Mechanische Peelings in Form von Scheuerpasten machen die Haut sofort ebenmässiger und glatter. Über einen längeren Zeitraum hinweg angewendet, wirken sie auch erstaunlich verjüngend, wenn es gelingt, den Hautzyklus anzuregen.

Auch enzymatische Peelings sind für die Selbstbehandlung geeignet. Sie kommen ohne Schleifpartikel aus. Enzyme spalten Eiweisteile und lockern tote Zellen in der Hornschicht. Mit Wasser lassen sich die aufgelösten Hautrückstände leicht abspülen.

Retinolpeelings sind sehr effektiv und sicher. Dafür gibt es speziell zugelassene Produkte, da das Retinol zeitverzögert abgegeben werden muss. Man führt der Haut äusserlich während einigen Tagen eine stark erhöhte Menge an Retinol zu, nämlich bis zu 3 Gramm Retinol 1% morgens und abends. Die behandelte Haut wird rot, juckt und schuppt. Das ist die erwünschte Retinolreaktion.

Mit jedem Tag wirkt das Retinol tiefer in die Haut hinein, nach 4-5 Tagen erreicht es sogar die Papillare Dermis. Die Kur wird nach 3-5 Tagen beendet, das Retinol abgesetzt. Die Retinolreaktion klingt nach wenigen Tagen ab, verschwindet ganz und nach 2 bis 3 Wochen ist die Haut deutlich verjüngt, ebenmässig und rosig. Ein weiterer Vorteil: Nach der extra starken Dosierung verträgt die Haut plötzlich auch 1%-tiges Retinol. Retinolpeelings beschleunigen also die Angewöhnung an Retinol .

D. Schenker & C. Friderich / Tel. +41 79 194 52 08 / info@frischinstitut.ch

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